Die Formate reichen von kompakten Impulsworkshops bis hin zu mehrtägigen Fortbildungen. Besonders bewährt für verteifende Fortbildungen haben sich zwei bis drei Termine mit einem Abstand von 2-3 Wochen, um individuelle Arbeitsphasen zwischen den Fortbildungsterminen zu ermöglichen. Inhalte, Umfang und Schwerpunkte stimmen wir gerne individuell mit euch oder eurer Institution ab. Bei Interesse freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.
Wir bringen langjährige Erfahrung aus unterschiedlichen Bereichen der freien Kunst- und Kulturszene mit – von Projektentwicklung über selbstorganisierte Strukturen bis hin zur Arbeit an der Schnittstelle von Kunst, Bildung und Gesellschaft. Unsere Fortbildungen verbinden Praxiswissen mit reflektierten Perspektiven auf die Bedingungen künstlerischer Arbeit.
Seit mehreren Jahren beraten und begleiten wir auch Künstler*innen im Rahmen von peer-to-peer Formaten, Einzelcoachings und Gruppenangeboten. Dabei schaffen wir Räume für Austausch, Reflexion und Weiterentwicklung.
Diese Fortbildung richtet sich an Institutionen (bspw. Museen, Theater, Kunstvereine), die Künstler*innen, Kunstvermittler*innen oder Kulturschaffenden praxisnahes Wissen zur Entwicklung und Umsetzung eigener Projekte vermitteln möchten.
Teilnehmende lernen in zwei Tagen, wie sie aus einer Idee für ein Kunstvermittlungsprojekt ein überzeugendes Konzept entwickeln und dafür passende Fördermittel recherchieren und beantragen. Die Fortbildung verbindet theoretischen Input mit anwendungsorientierten Übungen und richtet sich insbesondere an Menschen, die am Anfang ihrer professionellen Praxis stehen oder sich gezielt weiterqualifizieren möchten.
Inhalte der Fortbildung:
- Grundlagen der Konzeptentwicklung in der Kunstvermittlung
- Einführung in Förderlogiken und gängige Antragsverfahren
- Finanzplanung, Kostenkalkulation und Förderbudgets
- Überblick über passende Rechtsformen und Projektstrukturen
Im praktischen Teil erarbeiten die Teilnehmenden in Tandems ein eigenes Vermittlungskonzept, das sich an einem kuratorischen oder institutionellen Rahmen orientiert (z. B. eine Ausstellung oder ein aktuelles Thema der Institution). Die Konzepte werden im zweiten Teil der Fortbildung präsentiert und gemeinsam diskutiert.
Optional kann eines der Konzepte von der veranstaltenden Institution ausgewählt, weiter begleitet und im Rahmen eines Pilotprojekts umgesetzt werden. Dafür sollte ein Budget zur Verfügung stehen.
Zielgruppe:
Freischaffende Künstler*innen, Kunstvermittler*innen, Studierende künstlerischer oder kunstpädagogischer Fächer sowie weitere Kulturschaffende mit Interesse an projektbasierter Arbeit im Vermittlungsbereich.
Format & Umfang:
Zweitägige Fortbildung (auch als Block oder mit zeitlichem Abstand durchführbar), anpassbar an Zielgruppe und institutionellen Kontext.
Musik bewegt, Musik verbindet, Musik ist ein starkes Ausdrucksmittel. Für die Arbeit mit Jugendlichen sind dies wertvolle Elemente, um einerseits Kreativität, Selbstermächtigung und Zusammenhalt zu stärken und andererseits Jugendlichen eine Plattform zu eröffnen, um ihre Message zu senden.
Im Seminar schauen wir, wie Musik zum tragenden und konzeptionellen Element in einem außerschulischen Projekt der kulturelle Bildung werden kann und an die Lebensrealität der Jugendlichen anknüpfen. Anhand des feministischen Rap-Projektes SISTER*QUEENS, werden einerseits Ansätze der inhaltlichen Arbeit besprochen und andererseits eine erfolgreiche Projektplanung skizziert.
Bei SISTER*QUEENS schreiben Mädchen bereits seit 2016 gemeinsam ihre eigenen Rap-Songs und formulieren ihre Belange und Sichtweisen lautstark durch Rap. Neben Empowerment geht es auch darum über die eigenen Grenzen zu wachsen: Mädchen* die zuerst schüchtern waren, stehen nach ein paar Monaten selbstbewusst auf der Bühne. Mit dabei waren bereits die Rapperinnen Sister Fa, Ebow, Leila Ey, ALICE DEE oder Haszcara.
Im Workshop setzen wir uns mit folgenden Fragen auseinander
- Wie motiviere und finde ich Teilnehmer*innen für mein Musikprojekt?
- Wie kann eine kollektive Musikproduktion gestaltet werden?
- Wie können Prozess- und Ergebnisorientierung in ein gutes Verhältnis gebracht werden?
Themen sind:
- Musikproduktion mit Jugendlichen ohne musikalische Vorkenntnisse
- Feministische Ansätze in der musikpädagogischen Arbeit
- Methoden zum kreativen Scheiben und Rappen
Kollektive Praktiken in sozialen Kontexten: Methoden zum kollaborativen Arbeiten
Seit über zehn Jahren arbeiten die Mitglieder von Peira an künstlerischen Projekten, die sich in sozialen und gesellschaftlich relevanten Kontexten verorten. Unsere Praxis ist geprägt von heterogenen Kollaborationen, multipler Autor*innenschaft und der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit den Bedingungen gemeinschaftlichen Arbeitens.
Doch eine künstlerische Zusammenarbeit auf Augenhöhe in sozialen Kontexten braucht mehr als eine gute Idee – sie erfordert Sensibilität, methodisches Bewusstsein und strukturelle Klarheit. In diesem Workshop teilen wir Erfahrungen aus unserer Praxis, stellen bewährte Methoden vor und eröffnen einen Raum für kollektiven Wissensaustausch.
Ziel des Workshops:
Im Laufe von zwei Tagen erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam ein „Methodenbuch“ – eine Sammlung von Ansätzen, Reflexionen und Tools rund um die Arbeit in und mit Communities of Support. Das Methodenbuch entsteht als kollektives Dokument im shared knowledge-Prozess und wird am Ende allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.
Themenschwerpunkte und Workshopformate:
- Kollektive Autor*innenschaft und Entscheidungsprozesse
- Arbeit mit Zielgruppen / Communities
- Rahmenbedingungen und Rollenklärung
- Reflexion bestehender Projekte
- Methoden aus der Praxis (Input, Ausprobieren, Anpassen)
Arbeitsweise:
Der Workshop ist dialogisch, erfahrungsbasiert und kollaborativ angelegt. In Gruppen oder wechselnden Kleingruppen arbeiten die Teilnehmenden an einzelnen Methodenblättern, die dann zu einem gemeinsamen Methodenbuch zusammengefügt werden.
Je nach Gruppengröße und Setting kommen unterschiedliche Formate zum Einsatz:
- Stationenarbeit / „Zirkeltraining“ mit wechselnden Aufgaben
- Arbeitsaufträge mit offenen oder formgebenden Vorgaben
- kurze Inputs (Texte, Videos) als gemeinsame Ausgangspunkte
- Präsentationen und Diskussionen konkreter Projekte
- Experimentierphasen zum Erproben von Methoden aus unserer Praxis
Format & Umfang:
Zweitägiger Workshop, auch als Creative Lab, Weiterbildungsmodul oder begleitendes Workshopformat einsetzbar.
Zielgruppe:
Künstler*innen, Vermittler*innen, Kulturakteur*innen und Projektentwickler*innen, die in sozialen oder partizipativen Kontexten arbeiten oder arbeiten möchten.